ENERGIEGENOSSENSCHAFT OBERLAND
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500 Mitglieder für die Energiewende vor Ort: Menschen hinter der Energiegenossenschaft Oberland

Die Energiegenossenschaft Oberland eG hat einen wichtigen Meilenstein erreicht: Über 500 Menschen aus der Region engagieren sich inzwischen gemeinsam für die Energiewende vor Ort. Aus diesem Anlass stellt die Genossenschaft einige ihrer Mitglieder vor – Menschen, die mit ihrem Engagement zeigen, wie Bürgerenergie funktionieren kann.

Regionale Energieprojekte stärken
Frank Zellner, Erster Bürgermeister des Marktes Peißenberg, ist mit der Marktgemeinde seit 2013 Mitglied der Energiegenossenschaft Oberland. Der Beitritt erfolgte u.a., um bürgerliches Engagement zu fördern und die Akzeptanz der Energiewende allgemein zu erhöhen. Insbesondere Agri-PV stelle eine flächenschonende Lösung dar, die auch der Landwirtschaft nutzt. „Regionale Projekte wie Agri-PV- und Freiflächenanlagen haben für unsere Region eine große Bedeutung: Sie stärken die lokale Wirtschaft, sichern Wertschöpfung vor Ort und tragen konkret zum Klimaschutz bei.“

Engagement für die Energiewende
Karl Neuner, Vorstand der Stadtwerke Weilheim, beschäftigt sich beruflich wie privat seit vielen Jahren mit Energiefragen. Der Vorstand der Stadtwerke Weilheim ist seit 2024 Mitglied der Energiegenossenschaft Oberland. Für ihn sind Bürgerenergieprojekte ein zentraler Baustein der Energiewende:
„Energiegenossenschaften sind ein wesentlicher Baustein, um die Energiewende nicht nur technisch, sondern auch gesellschaftlich erfolgreich umzusetzen.“ Besonders wichtig ist ihm dabei der genossenschaftliche Gedanke: Menschen vor Ort können gemeinsam Projekte umsetzen und so aktiv an der Gestaltung der Energieversorgung mitwirken.

Von Anfang an dabei
Ellen Esser aus Peißenberg gehört zu den Mitgliedern der ersten Stunde. Sie war bereits 2013 bei der Gründungsversammlung der damaligen Energiegenossenschaft Peißenberg dabei und zeitweise auch im Vorstand.
„Die Möglichkeit, die Energieversorgung in Bürgerhand zu gestalten, statt sie allein großen Konzernen zu überlassen, hat mich sofort angesprochen“, sagt sie rückblickend. Heute blickt sie stolz auf die Entwicklung der Genossenschaft: Von rund 80 Mitgliedern zu Beginn ist eine bedeutende regionale Bürgerenergieorganisation entstanden.

Klimaschutz im Alltag leben
Johannes Scherer-Herz aus Peißenberg engagiert sich ebenfalls seit der Gründung. Für ihn war die Mitgliedschaft eine Möglichkeit, die Energiewende aktiv zu unterstützen – als Mieter auch ohne eigene Solaranlage auf dem Dach.
„Die Energiewende liegt mir sehr am Herzen. Die Genossenschaft ist eine gute Möglichkeit, alternative Energieformen voranzubringen.“ Im Alltag setzt er konsequent auf nachhaltige Mobilität und einen bewussten Umgang mit Energie.

Regional handeln – gemeinsam Verantwortung übernehmen
Uschi Sorg aus Peißenberg ist seit 2020 Mitglied der Genossenschaft. Für sie stehen Klimaschutz, regionale Wertschöpfung und Bürgerbeteiligung im Mittelpunkt.
„Bürgerenergie ist für mich ein regionaler Beitrag zur Lösung von ökologischen und ökonomischen Herausforderungen“, sagt sie.
Auch privat setzt sie auf erneuerbare Energien: Eine Photovoltaikanlage mit Speicher deckt einen großen Teil ihres Strombedarfs.

Projekte für die Region
Seit ihrer Gründung hat sich die Genossenschaft kontinuierlich weiterentwickelt. Mittlerweile konnten sechs Freiflächen-Photovoltaikanlagen errichtet werden – darunter fünf innovative Agri-PV-Anlagen – mit einer installierten Leistung von insgesamt rund 29 Megawatt-Peak, welche rechnerisch inzwischen Strom für ca. 8.200 Haushalte erzeugen. Besonders die Agri-PV-Anlagen zeigen, wie landwirtschaftliche Nutzung und Energieerzeugung sinnvoll kombiniert werden können. Auch für die Zukunft hat sich die Genossenschaft viel vorgenommen: Geplant sind unter anderem Batteriespeicher sowie neue Modelle gemeinschaftlicher Energieversorgung.

Einladung zum Mitmachen
Mit dem 500. Mitglied ist ein wichtiger Meilenstein erreicht – doch die Genossenschaft möchte weiter wachsen. Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, sich zu informieren und Teil der Bürgerenergiebewegung im Oberland zu werden.
Oder wie Karl Neuner es formuliert:
„Nicht lange überlegen, mitmachen. Das Risiko ist minimal, die Wirkung sichtbar.“ 

Was andere über uns sagen:

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Sonnenstrom und Schattenplätze

Kürzlich besuchte uns das bayerische Genossenschaftsblatt (GVB), um unsere Agri-Photovoltaik-Projekte im Oberland kennenzulernen. Auf der Weide von Landwirt Korbinian Hutter im Peißenberger Ortsteil Fendt erstrecken sich PV-Module über 8,5 Hektar Dauergrünland, aufgeständert auf 2,20 Meter, sodass seine Kühe ohne Einschränkung darunter grasen können. Diese innovative Anlage spendet den Tieren nicht nur kühlenden Schatten an heißen Tagen – eine Wohltat für Kühe, die es eher kühl mögen –, sondern fördert durch eine veränderte Mikroklima-Struktur sogar das Graswachstum. Die Agri-PV-Anlage stellt sicher, dass Regenwasser problemlos auf den Boden gelangen kann und die Pflanzen gleichmäßig versorgt werden.
Die Vorteile sind offensichtlich: Agri-PV kombiniert Stromproduktion und landwirtschaftliche Nutzung, ohne dass Flächen aus der Agrarnutzung herausgenommen werden müssen. Für uns als Energiegenossenschaft Oberland bedeutet dieses Modell die Möglichkeit, eine nachhaltige Energiewende in der Region voranzutreiben und dabei die Landwirtschaft zu stärken. Mit einem Investitionsvolumen von 20 Millionen Euro haben wir insgesamt fünf solcher Anlagen errichtet, die eine installierte Leistung von etwa 30 Megawatt liefern. Diesen Fortschritt können Sie im GVB-Artikel umfassend nachlesen und erfahren, wie wir durch innovative Zusammenarbeit mit Landwirten und lokalen Partnern einen Beitrag zur regionalen Wertschöpfung und zur Schaffung einer klimafreundlichen Zukunft leisten.
Den vollständigen Artikel des bayerischen Genossenschaftsblatts finden Sie unter www.profil.bayern/11-2024/praxis/agri-pv-in-peissenberg-vorteile-fuer-mensch-tier-und-natur/
Energiegenossenschaft Oberland im Fokus des BR​

Der Bayerische Rundfunk hat kürzlich einen Beitrag über den Ausbau der Solarenergie in Bayern veröffentlicht, in dem die Energiegenossenschaft Oberland eine zentrale Rolle spielt. Der Beitrag des BR-Umweltmagazins "Unkraut" hebt das Engagement der Genossenschaft für Agri-PV-Anlagen hervor, die Landwirtschaft und Solarstromproduktion kombinieren.

Susanne Seeling und Stefan Sendl repräsentierten die Genossenschaft beim Besuch der Peißenberger Anlagen in Roßlaich und Fendt. Besonders positiv war die Resonanz der Familie Hutter, die die Vorteile der neuen Solaranlage auf ihrem Hof schildert.

Neben diesem Projekt wird auch eine Hausgemeinschaft in Nürnberg vorgestellt, die mit Unterstützung von Experten eine eigene Photovoltaikanlage auf ihrem Mehrfamilienhaus installiert. Dieses Projekt ist Teil einer größeren Anstrengung, den Solarausbau in Bayern zu fördern, um die Klimaziele zu erreichen, und zeigt das Engagement der Bürger für erneuerbare Energien und die Nutzung sowohl städtischer Dächer als auch ländlicher Flächen für Solaranlagen.

Den vollständigen Beitrag gibt es hier zu sehen.
zu unseren Projekten

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Energiegenossenschaft Oberland eG
Unternehmenssitz – Ludwigstraße 63
82380 Peißenberg
+49 8803 488922-0
[email protected]
​www.eg-oberland.de
Registergericht – AG München, GnR 2632
Vorstand – Alexander Rossner, Susanne Seeling, Stefan Sendl
Aufsichtsrat – Thomas Frühschütz, Stephan Palkowitsch, Dr. Carolin Pfeifer, Verena Ranner, Werner Schilcher, Michael Sendl, Eugen Trautmann, Stefan Ziegler

Alle Fotos auf dieser Seite stammen von Ursula Schindlbeck, Fotografin in Peißenberg
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